3 Tipps, wie du deine Kreativität ankurbelst


 

Du hast eine Superidee und willst ein Buch schreiben? Oder hast es schon geschrieben? Dann brauchst du gar nicht mehr weiterzulesen. Dein Gehirn hat die Hauptarbeit getan, und die Muse hat dich auch schon besucht. Wenn dir die Idee aber noch fehlt, oder du bei einer Passage in deiner Geschichte hängst und nicht und nicht weiterkommst, dann fehlt dir vielleicht ein bisschen Kreativität.



Gleich vorneweg die gute Nachricht: Jeder Mensch kann kreativ sein.

Aber die Ideen fliegen uns nicht so einfach zu. Früher hat man geglaubt, dass Kreativität von oben kommt. Hat auf eine göttliche Eingebung gewartet. Heute wissen wir: Sie entsteht eindeutig in unserem Gehirn. Darüber sind sich die Hirnforscher einig.


Kreativität hat mit Intelligenz zu tun.


Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Kreativität und Intelligenz? Per Definition ist Kreativität die Fähigkeit, neue Ideen zu produzieren, Intelligenz hilft einem, Probleme zu lösen. Intelligenz lässt sich auch in einem Test messen. Bei Kreativität sieht der Testaufbau schon etwas schwieriger aus. Zwar liefern Kernspintomographen Bilder, welche Hirnregionen beim kreativen Prozess besonders aktiv sind, und mit Elektroenzephalogrammen lässt sich feststellen, wann das Gehirn arbeitet. Welche Teile des Gehirns beim schöpferischen Akt werkeln und warum, lässt sich leider schwer festmachen. Gewisse Gehirnregionen sind übrigens besonders aktiv, wenn wir gar nichts machen.


"Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat." Albert Einstein

Immerhin konnte die Hirnforschung mit dem Mythos aufräumen, dass in unserer linken Hirnhälfte das analytische Talent steckt und in der rechten das kreative. Forscher um die Neurowissenschaftlerin Lisa Aziz-Zadeh von der University of Southern California präsentierten in einer Studie Probanden verschiedene Formen wie etwa eine 8 oder ein C. Ihre Aufgabe war es, sich bildlich vorzustellen, wie sie daraus ein Gesicht basteln könnten. Das Ergebnis zeigte, dass vor allem die rechte Hirnhälfte aktiv war. Aber in der linken tat sich auch etwas. Und zwar viel mehr als erwartet. Die Forscher kamen also zu dem Schluss, dass wir für die kreative Verarbeitung beide Gehirnhälften brauchen.

Aber genug wissenschaftliches Brainstorming. Kreativ zu sein, bedeutet, unkonventionell zu denken. So vielfältig die Erfindungsgabe, so unterschiedlich ist dabei auch, was im Kopf passiert.


Kreativität ist ein Wechselspiel


Die Wissenschaft ist sich heute darüber einig, dass Kreativität nicht dann entsteht, wenn man verbissen versucht, eine Lösung zu finden, sondern einen eher in Momenten der Muße überrascht, wenn wir vor uns hinträumen.

„Kreativität ist ein Wechselspiel zwischen Konzentration und Abschweifen“, sagte der Hirnforschungsexperte Henning Beck in einem Interview mit news aktuell. Wenn wir uns auf ein Problem konzentrieren, passiere wenig. Zwar lässt sich mitunter die eine oder andere Mathematikaufgabe lösen, aber in der Mathematik sind selten kreative Lösungen gesucht. 2 + 2 = 4 und 349 x 7632 = 2663568. Und das immer. Ein Schriftsteller muss nach Lösungen für ganz andere Probleme suchen. Er muss Entscheidungen treffen: In welcher Zeit siedle ich meine Geschichte an? Wie soll mein Protagonist aussehen? Wie soll er handeln? Was lasse ich ihn in dieser einen verflixten Situation sagen? Oder soll er überhaupt etwas von sich geben?


Wenn man die Gedanken schweifen lässt, kommt man auf ungewöhnliche Lösungen. Das haben Tagträumer schon immer gewusst. Das liege daran, so Beck, dass genau bei diesen nicht-konzentrierten Arbeitsphasen das Gehirn andere Hirnregionen aktiviert, die neue Sinneseindrücke kombinieren und abseitige Gedankengänge entwickeln.


„Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration.” Thomas Edison.

Jeder, der schon einmal einen Text in ein Word-Doc getippt hat, weiß, wie leer und fordernd und unsympathisch eine Seite aussehen kann. Die besten Ideen kommen abseits der Arbeitssituation. Unter der Dusche, beim Autofahren oder beim Sport. „Das liegt daran, dass man bei solchen Abläufen nicht mehr konzentriert nachdenkt. Man duscht so vor sich hin, und das Gehirn geht auf gedankliche Wanderschaft“, sagte Beck.


In der Wissenschaft wird das als »mind wandering« bezeichnet, dem gedanklichen Umherschweifen. Genau dieses Abschweifen sei aber wichtig, um Hirnregionen zu aktivieren, die sich überlegen: Was wäre eigentlich, wenn? Wenn eben neue Hypothesen aufgestellt oder schier unmögliche Gedankengänge entwickelt werden.


Wie lässt sich Kreativität ankurbeln?


Tipp 1: Mach mal Pause!


Du steckst in deiner Geschichte fest? Dann gehe ein paar Minuten raus, einmal um den Block und lasse deinen Gedanken freien Lauf. Apropos Lauf: Wunderbar kombinieren lässt sich eine Pause natürlich mit Sport. Lauf eine Runde, und danach sieht sie Welt ganz anders aus. Versuche dabei nicht, angestrengt über das Problem nachzudenken, lass los, lass dein Gehirn seine Arbeit machen. Du wirst sehen, du kommst mit einer Idee zurück.


Tipp 2: Ändere dein Verhalten


Eine gute Methode, um auf neue Gedanken zu kommen, ist auch deine Komfortzone zu verlassen. Wenn du immer zum gleichen Fenster rausschaust, wird es mit der Kreativität schwierig. Nimm einmal einen anderen Weg zur Arbeit. Oder zum Supermarkt. Oder geh einmal in ein anderes Lokal essen. Mach einfach etwas anders, als bisher. Du wirst merken, wie die neuen Eindrücke deine Ideenfindung fördern werden.

Tipp 3: Trainiere dein Handwerk


Sorry, aber das muss jetzt zum Schluss doch noch gesagt werden: Kreativität alleine reicht nicht aus. Eine gute Idee verlangt nach einer ebenso guten Umsetzung. Wenn man die Idee für ein Buch gefunden hat, ist noch einiges an Sitzfleisch nötig, bevor es zur ersten Lesung geht. Dein Handwerk ist das Schreiben. Wenn du auch anfangs vielleicht tagelang an den ersten Seiten tüftelst, mach weiter! Und trainiere. Dann wirst du bald sehen, wie leicht dir das Schreiben von der Hand geht, wie manche Formulierungen auf einmal da stehen nach denen du sonst lange gesucht hättest. Und wie viel Spaß du daran hast.


Wir wünschen viel Erfolg!


Bis bald,

dein ICHSCHREIBE-Team



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