Der Genetiv und ich



Von der Liebesgeschichte des Wörtchens wegen mit dem zweiten Fall.

Gestatten: Wegen mein Name. Ja. Wegen.



Wenn ich im Duden über mich nachschlage, erfahre ich: Ich bin ein Verhältniswörtchen, eine Präposition. Genau gesagt, die Präposition, die ein ursächliches Verhältnis herstellt. Das bin ich.


Heute wende ich mich in eigener Sache an euch, wegen mir sozusagen. Und damit sind wir schon mitten im Thema. Denn es heißt nicht wegen mir, es heißt meinetwegen. Zweiter Fall, nicht dritter. So hört ihr es in der Schreibwerkstatt, so lehrt es das Textcoaching, so heißt es im Online-Schreibkurs.

So will es die Grammatik.


Anders gesagt: Obwohl ich fix mit dem Genetiv zusammen bin, verkuppelt man mich ständig mit dem Dativ.


Wegen dem regst du dich auf, höre ich jetzt den einen oder anderen von euch sagen.

Ja, deswegen reg ich mich auf. Und ich kann euch genau sagen, warum: